Die Freude liebt die Liebe

Mehr Frieden in der Schicksalsgemeinschaft Mensch wird es erst geben, wenn ihre Führer begriffen haben, dass die Freude den Grundbaustoff der Liebe darstellt. Unsere Spaßgesellschaft ist nur marginal mit der Freude verbunden. Sie glorifiziert den Spaß und entfremdet sich deshalb von der Freude.

Ich behaupte, die Liebe, von der es unzählige Arten gibt, ist in unseren Gefühlsspielen auf der Erde zweitrangig. An erste Stelle steht die Freude. Ohne sie hat die Liebe kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Die Freude ist die Mutter der Liebe. Wir Menschen sind die Eltern, die Förderer dieses Lieblingskinds. Freude entspringt aus den unterschiedlichsten Gedankengängen, aus den verschiedensten Situationen und aus unserem Handeln, insbesondere, wenn es in Liebe geschieht.

„Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die, dass wir in einem liebenden Universum leben.“ (Albert Einstein)

Wir alle haben Vorstellungen davon, was uns (er)freuen würde und was nicht. Mit der Vorfreude können wir optimistisch in die Zukunft gehen. Freude aus der Vergangenheit verleiht uns Kraft, die uns für den Augenblick und für die Zukunft rüstet. Freude, die wir uns für die Zukunft vorstellen, wirkt ihrerseits zurück auf den Augenblick und lässt uns sogar graue Vergangenheit freudvoller wahrnehmen. Soweit ein perfekter Kreislauf. Gleich bringe ich die zweitplatzierte Liebe ins Spiel. Lasst mir noch ein wenig Zeit.

„Es ist absolut möglich, dass jenseits der Wahrnehmung unserer Sinne,

ungeahnte Welten verborgen sind.“

(Albert Einstein)

Konzerte, Meditation, Fußballstadion, Sport, Reisen, Tafelrunden, höher, schneller, weiter, all das und vieles mehr bietet uns unsere derzeitige Spaßgesellschaft. Denkt mal an ein Konzert. Welche Freude und welche Zufriedenheit herrschen dort! Denkt mal an meditierende Mönche. Welche Verzückung ist ihren Gesichtern abzulesen! 50.000 singende und schunkelnde Menschen im Fußballstadion – fällt ein Tor, geraten sie sogar in einen ekstatischen Zustand. Aber was ist mit den Verlierern im Stadion, den Verlierern im täglichen Leben? Was treibt Hungernde, Gefrustete, Randalierer an? Das ist ganz leicht auf den Punkt zu bringen: Sie fühlen natürlich keine Freude beim gegnerischen Torschuss oder in ihrem täglichen Leben, aber erfreuen sich am Protestieren und auch am Randalieren.

Frust lässt sich leider am bequemsten an den Mitmenschen ausleben.

Gewalt ist ein Trittbrettfahrer der Freude. Auch Liebe kann Gewalt auslösen, bis hin zum Mord. Eine Mutter, die eine Lebensgefahr für ihr geliebtes Kind erkennt, wird nicht vor einer Tötung zurückschrecken. Die Vergangenheit der Menschen ist voller Gewalt. Diese stellt das tägliche Brot der Menschheitsgeschichte dar. Überwiegend wurden und werden aus negativen, lebensfeindlichen, menschenunwürdigen Attributen und furchtbar gewalttätigen Gedanken Taten geboren und begangen. Wenn die Führer zusammen mit ihren Kulturen es den Menschen nicht ermöglichen, ihren Freudebedarf friedlich auszuleben, sind Kriege in jeglicher Form die Folge.

 

„Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird,

aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“

(Albert Einstein)

Gewalt, Frust und Protest aus unseren Systemen zu nehmen, würde Spannungsabbau bedeuten. Unser Lebenssystem besteht grundsätzlich aus Spannungsauf- und -abbau. Leben im Realitätssystem Erde ist eine endlose Welle mit Höhen und Tiefen. Unsere Erde kann niemals ein Paradies werden. Ausgebildete, entwickelte Führer werden in Zukunft dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen körperliche Gewalt verabscheuen … so hoffe ich.

 

In Abschnitt 10 meines Buchs MYTHOS – WUNSCH – KRAFT auf Seite 48 behandle ich den Spannungsauf- und -abbau.

Wer uns Menschen die Vorfreude minimiert, nimmt uns die Zukunft. In unserer Todesstunde steht die Zukunft in den Sternen. Viele wissen nicht, ob ihre Entwicklung sich fortsetzen wird. Das Ende unserer stofflichen Existenz ist deshalb mit Schrecken belegt. Die Zukunft, besser, die Entwicklung, bildet die für jegliche belebte Materie erforderliche Kraft, die notwendige Spannung. Freude an der Zukunft hilft uns Menschen, zu überleben. Unser Virusproblem lässt immer mehr Menschen an einer freudvollen Zukunft zweifeln. Kann dieses Zweifeln nicht widerlegt werden, ist Gewalt nicht weit.

 

„Die Freude verabschiedet sich mit dem körperlichen Tod. Was bleibt, ist die Liebe.

Sie gibt uns Kraft und Mut für ein neuerliches Inkarnieren.“

(Johannes Hoffrohne)

Die Behauptung, es gebe die absolute Liebe und sie sei anzustreben, muss falsch sein, denn die Freude baut ungleich mehr Spannung bei uns Menschen auf. Es wird auf unserer atomaren Welt der Liebe gleich keine absolute Freude geben. Immerwährendes, Hundertprozentiges kann es grundsätzlich im bisher bekannten Universum bei den 200 Milliarden erdähnlichen Sonnentrabanten nicht geben.

 

 Das Urknallgeschehen wurde von hundert Prozent reiner Liebe ausgelöst.

 „Wir Menschen sind Schöpfer, also Götter im Werden.“ Das begründe ich in meinen Schriften wiederholt. Frust, Neid, Bereicherungsdrang, Machtgier prägen unser Erdsystem. Auch der Hass oder, besser gesagt, die Interessenlosigkeit, das Gegenteil von Liebe, sind einflussreich. All das nutzen wir Menschen auf unseren Entwicklungswegen.

Reine Liebe, komprimiert auf einen Punkt, ist die Grundformel der Entstehung. Sie wurde über den Urknall in Galaxien und Systeme verteilt. Freude sollte das Werkzeug unserer Führer sein, um die Liebe in Lebenswege einzubinden, ohne mit ihr zu manipulieren.

Warum wird die Liebe in unseren Kulturen und Religionen so hochgejubelt? Warum wird die Freude nicht als darüberstehend erklärt? Ich hoffe, dir das erklären zu können. Wer Freude empfindet, da bin ich mir sicher, steht an einer Polposition des Lebens!

 

„Religion ohne Wissenschaft ist blind.“

(Albert Einstein)

Ich nehme mal das Wort „Herrschende“. Damit meine ich nicht Gott oder Ähnliches. Führer oder Mächtige des Kapitals in unseren Systemen tun sich um ein Vielfaches leichter, ihre Herde an Menschen zu lenken, wenn sie ihnen die Liebe predigen. Diese sollen auch den Frust, den sie ihnen bereiten, lieben, selbst wenn sie ihnen Freiheiten nehmen. Liebende sind geduldige Menschen, wissen die Herrschenden. Man kann sie lenken und benutzen. Ihr anzuzweifelndes Credo lautet: „Belohnung kommt, wenn ihr Freude an unseren Vorschriften und Gesetzen habt“. Brutal ist das Credo der Religionen: „Belohnung kommt nach eurem Tod“.

Stellt euch vor, die Führer, die Systemverwalter würden sagen: „Holt euch Freude. Ihr habt alle ein Recht auf Freude“. Inwiefern würden sich die Menschen Freude holen? Sie würden sich Freiheit holen. Freiheit ist das wichtigste Gut, zeigen Umfragen. Unsere Herrscher, Führer, Ökonomen, Geldvermehrer und Päpste der Volkswirtschaften kämen in Schwierigkeiten, müssten um ihre Pfründe bangen. Sie werden also weiter Liebe predigen. Das müssen sie, solange die Masse Mensch nicht begriffen und durchschaut hat, wie und warum manipuliert wird. Übrigens, auch der weltweite Kinderwunsch unseres Zeitalters trägt dazu bei, Liebe zu befriedigen und gleichzeitig die Zahl der Verbraucher zu erhöhen. Übrigens, auch unsere Haustiere und ganz offensichtlich Werbestrategen manipulieren uns täglich – Letztere mit dümmlichen, verlogenen Offerten.

 „Es ist einfacher, radioaktives Plutonium zu entsorgen als das Böse im Menschen.“

(Albert Einstein)

Wir Menschen sollten erkennen, wir sind ein Teil von allem. Götter werden gerne als Schöpfer bezeichnet. Wir Menschen sind Götter in der Entwicklung. Über dieses Wissen werden wir dann auch in einer Zukunft Eigenverantwortung für unseren Planeten übernehmen.

Um die Freude in den Menschenleben zu befördern, ohne destruktive Kräfte zu benutzen, bedarf es Information. Information beinhaltet auch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, ein neues Weltbild sozusagen. Dieses Bild besagt, jetzt kommt der Künstler in mir zu Wort: Wir Menschen sind ein Teil des träumenden Gottes, besser gesagt, „von ALLEM, WAS IST“.

Jeder Mensch muss träumen, jede Nacht, bestätigt die Wissenschaft. Sollte sich jemand nicht an seine Träume erinnern können, nutzt ihm das nichts. Seine Träume landen dann in seinem Unterbewusstsein. Er ist trotzdem ein träumender Traum in seiner Entwicklungsphase.

 

„Die größten Wissenschaftler sind immer auch Künstler.“

(Albert Einstein)

Nicht nur Betrogene, Verlassene wissen: Fehlende Liebe mindert die Freude, wirkt negativ auf unser Leben. Anästhesisten um Sean MacKay schreiben in einer Ausgabe des Fachblatts PLoS: Liebe wirkt als Schmerzmittel so stark wie Aspirin oder Kokain. Die Hirnregionen, die bei Freud- und Liebesgefühlen aktiv werden, sind identisch mit denen, an denen Schmerzmittel und süchtig machende Substanzen ansetzen, sagt A. Avon von der Stony Brock University. (Süddeutsche Zeitung).

Die Liebe ist der Grundbaustoff von Gott oder, besser gesagt, von „Allem, was ist“. Wir Menschen werden dieses alles überlagernde Gefühl Liebe nur mit dem Werkzeug Freude erfahren. Wo die Freude auf unserem Lebensweg nicht ist, existiert die Liebe als Fata Morgana.

 

„Das Wort Gott ist für mich nichts als ein Produkt menschlicher Schwäche, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden.“

(Albert Einstein)

 
Epilog

Wenn die gesamten Gefühle aller Galaxien, angetrieben von der Freude, gefiltert durch die Liebe, im letzten gigantischen „Schwarzen Loch“ zu reiner Liebe verschmelzen, wird es einen neuerlichen Urknall geben. Reine Liebe wird wieder im leeren Raum verteilt und über Träume und „morphische Felder“ mit Materie verklumpen. Es werden wieder Gefühlswelten und Entwicklungsmöglichkeiten entstehen.

In jedem Traum ist die gesamte derzeitige Schöpfung, sind alle Gefühle unserer Universen verborgen. In jeder Zelle ist ein Mensch, ein Tier, ein Baum, ist alles Stoffliche vorhanden.

 

„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn unser Wissen ist begrenzt.“

(Albert Einstein)

Image by Taton Moïse